Allgemein · Gedanken

Warum ich keine Urlaubsfotos mache

Barcelona. Ich bin beeindruckt von der schönen Stadt. Um mich herum sind lauter Menschen. Menschen, die die alten Gebäude durch eine kleine Linse beobachten. Ich fühle mich fast komisch, die Welt durch meine Augen zu sehen.

Ich bin auf einem Konzert. Überall sehe ich Handys in der Luft- Snapchat, WhatsApp, jedem muss gezeigt werden, wo man gerade ist. Ich kann nicht schätzen, wie viele Handys in der Luft schweben. Viele. Und ich höre einfach nur zu und genieße- ist das out?

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Ich war noch nie ein Freund von vielen Fotos. Sicher, mit einer Freundin ein schönes Foto zu haben ist toll, aber ich rede von Fotos, die man irgendwo anders schießt. Im Zoo, am Strand oder in einer anderen Stadt. Meine Freundinnen waren immer so: Die eine besitzt ganze 50 Kartons voll mit ausgedruckten Fotos, eine andere hat aktuell 7000 Fotos auf ihrem Handy, der Großteil befindet sich auf dem PC. Das ist ihre Sache, doch ich möchte das nicht haben. Denn ganz ehrlich, wer schaut sich diese Fotos alle nochmal an? Bestimmt gibt es einige wenige, aber ich nicht.

Die Leute machen Fotos, um sich später an den Moment zu erinnern, in dem sie das Foto gemacht haben. Aber an welchen Moment? Der Moment, den sie dazu genutzt haben, alles in die Snapchat Geschichte aufzunehmen? Der Moment, den sie durch eine schlechte Handykamera erlebt haben?

Ich empfinde den Moment lieber richtig. Bin erstaunt, genieße alles. Und ich kann euch mit Sicherheit sagen: Dabei ist man glücklicher! Stichwort: Den Moment genießen. Wenn man sich 1000 Fotos anschaut, lebt man in der Vergangenheit, nicht im Moment, da man den Moment ja zum Fotoschießen genutzt hat.

Ich mache auch Fotos. Einige wenige. Die sind mir dann allerdings wichtig, die schaue ich mir auch an. Weil sie nämlich nicht 40mal das gleiche zeigen, sondern weil sie besondere Emotionen übertragen. Diese Fotos haben dann Alben oder Rahmen verdient.

Wenn fotografieren ein Hobby ist, finde ich es großartig, auf der Suche nach dem perfekten Motiv zu sein, doch die meisten schießen ihre Fotos aus Angst. Angst, den Moment zu vergessen. Angst, sich nicht mehr daran erinnern zu können. Angst, den Urlaub sonst nicht richtig genutzt zu haben.

Doch wenn man 100% anwesend ist, die Besonderheit fühlt und einfach genießt, dann hat man den Moment genau richtig genutzt!

 

 

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5 Kommentare zu „Warum ich keine Urlaubsfotos mache

  1. Ich mache Fotos, aber nur einige, nie ganze Serien. Tatsächlich habe ich auch Fotoalben. Ich manchen Momenten, nehme ich die Fotos dann und betrachte Sie von allen Seiten. Es ist das zurückholen der Erinnerung, genau an diesen einen Augenblick. 😊📸 Aber life ist life. 😉

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