Allgemein · Minimalismus

Minimalismus-Challenge: Teil 3

Mal wieder habe ich es nicht geschafft, so viel zu bloggen, wie ich eigentlich wollte… Das liegt weder an fehlender Motivation, noch an fehlender Zeit. Eher liegt es daran, dass ich mich am Sonntag beim Wettkampf ziemlich stark verletzt habe. Den Abend haben wir in der Notaufnahme verbracht, dann durfte ich glücklicherweise nach Hause- trotzdem: täglich Verband wechseln und zum Arzt. Wegen dieser Verletzung war ich relativ schlapp und lag viel im Bett. Außerdem merke ich sie gerade immer noch beim Schreiben- heißt, dass ich wahrscheinlich gar nicht lange schreiben könnte. Naja, das zur Erklärung, wieso nicht so viel kam und wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen nicht so viel kommen wird- ich werde sehen, was ich schaffe 🙂

Aber trotzdem konnte ich die Minimalismus-Challenge weiterführen (wenn ihr wissen wollt, was das ist, schaut mal hier). Deshalb werde ich meine weiteren Erkenntnisse (wie weise das klingt 😉 ) teilen:

Tag 11: Führe dir deine Verpflichtungen vor Augen und beurteile sie

Oft fühlt man sich einfach eingeengt und unfähig, das zu tun, was man will. Das liegt daran, dass uns etwas umnetzt, festhält. Das nennen wir Verpflichtungen. Doch was bedeutet Verpflichtung eigentlich? Duden sagt folgendes: „Aufgabe, die jemandem aus ethischen, moralischen, religiösen Gründen erwächst und deren Erfüllung er sich einer inneren Notwendigkeit zufolge nicht entziehen kann oder die jemandem obliegt, die als Anforderung von außen an ihn herantritt und für ihn verbindlich ist“

Einer Verpflichtung können wir also kaum entgehen, da sie so wichtig ist. Das gilt sicherlich für vieles- Unser Körper ruft uns vielleicht sogar zu, dass es notwendig ist, diese Schokolade jetzt zu essen. Meiner Meinung nach sollte man Verpflichtungen kritisch hinterfragen und sich anfangs alle Verpflichtungen aufschreiben, die man verspürt. Diese kommen beispielsweise aus diesen Kategorien:

  • Soziale Verpflichtungen (Freunden, Familien, Partner genug Zeit schenken; evtl. sozial engagieren)
  • Finanzielle Verpflichtungen (Rechnungen zahlen,…)
  • Eigene Verpflichtungen (Sich selbst wichtig sein, sich Zeit für sich nehmen)

Insgesamt gibt es eine Menge Dinge, die als Verpflichtung gelten. Vielleicht ist es sogar eine Verpflichtung, der Mutter jeden Tag einen Kaffee zu machen. Und mit Verpflichtung meine ich jetzt nicht, dass ihr dass nicht gleichzeitig freiwillig machen könnt.

Im nächsten Schritt gilt es, die Dinge zu hinterfragen (Achtung, bitte mit genug gesundem Egoismus!). Tut es mir gut? Will ich das? Wie wichtig ist es mir? Macht es mir Freude? Lohnt es sich?  Und muss ich es tatsächlich (so wie Schule)? Gut, bei den finanziellen Verpflichtungen werden die meisten jetzt nein antworten, aber so meine ich das nicht- Tut es mir gut, dass ich ein Spotify-Abo habe? Wenn ja lohnt sich auch das Geld!

Der letzte Schritt ist also, einige Verpflichtungen zu streichen und insgesamt zu sehen, wofür man mehr Zeit haben möchte und wofür weniger. Ganz wichtig finde ich es aber auch noch, sich klar zu machen, dass wir diesen Verpflichtungen entweder wirklich nicht entgehen können und sie deshalb akzeptieren müssen, oder, dass wir sie selbst als Priorität festgelegt haben!

Tag 12: Setzte dir 1-3 große Ziele für dieses Jahr

zielZiele- darüber habe ich ja letzten ziemlich ausführlich geschrieben (hier), weil ich vergessen habe, dass ich in diesem Beitrag sowieso noch darüber schreiben werde… Trotzdem kann ich dazu natürlich noch ein bisschen sagen.

Zu aller erst sollte man sich klar werden, was man am Ende des Jahres fühlen will.

  • Worauf will man an Silvester stolz sein?
  • Wofür hat sich 2016 gelohnt?
  • Wo stecke ich gerade fest, würde aber lieber besser sein?
  • Wo kann ich an mir arbeiten?  
  • In welchem Bereich sehe ich noch Dinge, die ich verbessern kann?

Sicherlich gibt es da einige Dinge, die einem einfallen und ich bin auf jeden Fall dafür, alles aufzuschreiben. Doch dann muss man sich fragen, ob dieses Ziel überhaupt schwer ist- oder kann man damit auch locker kurz nach Weihnachten anfangen und hat es trotzdem bis Silvester geschafft? Ich sage euch eins: Für ein Ziel, worauf ihr stolz sein könnt, müsst ihr euch anstrengen, schwitzen, zweifeln, alles geben! Sonst kann sie ja jeder und sie sind euch nicht wirklich viel wert!

Ihr müsst den Weg zum Ziel nicht planen- mir hilft es manchmal, wenn ich das Ziel in Teilziele unterteile, um zu sehen, wo ich stehe. Doch auch die planlose Herangehensweise hat Vorteile, da man dadurch natürlich alle Wege zur Verfügung hat und auch offen dafür ist…

Die Ziele stehen zwar fest, doch das ist mittlerweile noch so ähnlich wie bei vielen Leuten die Vorsätze- sie sind anwesend, werden aber ignoriert. Und da liegt es an euch: Motiviert euch, macht euch klar, wieso ihr alles gebt! Wieso ihr das Ziel erreichen wollt und nicht wie alle anderen im Bett liegt und Fernsehen guckt! Macht es euch immer wieder klar- denn es wird Zeiten geben, wo alles klappt, aber es wird auch Zeiten geben, wo ihr keine Lust mehr habt und aufgeben wollt. Und nur durch diese Momente ist man am Ende stolz auf das Erreichen des Ziels 🙂

Tag 13: Sortiere deinen Kleiderschrank neu und miste aus

kleider.jpgJaja, Kleiderschrank. Bei mir läuft es immer so: Ich habe aufgeräumt und nach einer Woche ist er erneut unordentlich… Das liegt bei mir allerdings auch daran, dass ich keine Kleiderbügel habe, sondern alles in Fächern stapele- hierfür wird zwar empfohlen, dass man die Kleidung rollt, doch das funktioniert bei mir leider nicht. Das bedeutet, dass ich weiter nach der perfekten Organisation suche.

Zu aller erst sollte man wirklich alles ausräumen und auf einen Haufen schmeißen- einfach, um sich klar zu werden, wie viel man doch besitzt.  Das mache ich immer als Motivation, um noch mehr auszusortieren… Als nächstes nehme ich die Kleidungsstücke nacheinander in die Hand und höre nur auf meine Emotionen- anziehen ist mir mittlerweile zu anstrengend und kräfteraubend. Ich höre also in mich und überlege mir, ob ich mich in diesem Teil wirklich schön fühle. Ob ich Emotionen damit verbinde (wenn ja, welche?). Ob es mir wichtig ist und mich glücklich macht? 

Sicherlich sind diese Fragen etwas speziell, aber ich bin der Meinung, dass man sich in seiner Kleidung wohlfühlen muss, um wirklich selbstbewusst auftreten zu können und glücklich zu sein. Die Klamotten, bei denen diese Frage mit ja beantwortet wurde, kommen zurück, die restlichen auf einen Stapel. Von diesem sammele ich mir noch einige Dinge heraus: Kleidung, die ich brauche und noch nichts besitze, was mich wirklich glücklich macht. Außerdem kommen immer 2 Shirts wieder in den Schrank, die ich zum Malen oder zum Arbeiten im Garten verwende, genauso wie eine eher alte Hose.

Ich weiß, dass einige ihren Kleiderschrank radikaler ausmisten, doch ich bin der Meinung, dass es ein Prozess ist und das es auch vollkommen okay ist, mal nur 2 Sachen auszumisten. Falls ihr übrigens Ideen braucht, wohin mit den aussortierten Dingen, schaut mal hier.

Tag 14: Lerne eine neue Fertigkeit

möweWir Menschen sind Gewohnheitstiere und das regelmäßige ist für uns beruhigend. Trotzdem sollte man darauf achten, sich weiterzubilden und neue Dinge auszuprobieren. Ich führe deshalb seit kurzer Zeit eine Liste über Dinge, die ich schon immer mal können wollte. Darauf steht beispielsweise Videos schneiden (wenn jemand ein gutes, kostenloses und einfaches Programm kennt, gerne in die Kommentare schreiben!) oder richtig toll fotografieren können. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich hierbei ein eher ängstlicher Typ bin, der lieber 100 Bücher vorher liest, als eine praktische Erfahrung zu machen. Deshalb muss ich ehrlich zugeben, dass ich mir an diesem Tag nur überlegt habe, was ich machen will, aber nicht angefangen habe. Sicherlich werde ich das trotzdem bald nachliefern, doch gewissermaßen ärgere ich mich darüber.

Trotzdem bin ich froh, diese Liste entworfen zu haben und kann sie jedem von euch ans Herz legen! Wir sollten uns einfach viel öfter selbst hinterfragen, ob wir noch Spaß an bestimmten Dingen haben und uns vielleicht auch mal in etwas Neues hineinstürzen und ein bisschen mutig sein 🙂

Tag 15: Werde dich über deine Gewohnheiten bewusst und hinterfrage sie

Ich finde, dass Tag 14 und 15 aufeinander aufbauen- man sollte aufpassen, nicht in dieser Routine zu versacken und ein paar Zitronenspritzer ins Leben zu sprühen, damit man nicht einschläft. Obwohl ich Morgenroutinen mag, sollte man sie meiner Meinung nach regelmäßig durchbrechen. Mal früher aufstehen, ein Workout einbauen oder etwas komplett neues frühstücken?

Das klingt banal, erinnert aber einfach daran, dass man nicht einschläft und verändern kann, was man möchte! Zusätzlich finde ich es gerade total inspirierend, jeden Tag/ jede Woche etwas Neues auszuprobieren. Man kann in eine Tanzstunde schnuppern, mal was Neues kochen oder sich in einer Fertigkeit weiterbilden. Ab jetzt möchte ich das gerne durchziehen, einfach, um mich daran zu erinnern, wie aufregend das Leben doch ist! Und vielleicht entdeckt man nebenbei neue Hobbys, lernt neue Leute kennen oder kriegt einfach einen viel größeren Horizont!


So, das war mal wieder ein eher langer Beitrag- wie gesagt, schreibt mir gerne Vorschläge für ein Schneideprogramm in die Kommentare, genauso wie Dinge, die ihr gerne erlernen wollt 🙂 Genießt euren Tag noch und habt ein tolles Wochenende! Ich fahre gleich zum Geburtstag meiner Oma und bin deshalb das Wochenende weg… Ich freue mich schon, vor allem weil das Wetter wieder besser werden soll! Also macht eine tolle Grillparty oder so und genießt den Sommer 🙂

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5 Kommentare zu „Minimalismus-Challenge: Teil 3

  1. Hallo,
    falls du immer noch auf der Suche nach einem Schnittprogramm bist, würde ich dir mal ‚Magix Video Deluxe 2016‘ empfehlen. Da kann man eine kostenlose 30 Tage Testversion runterladen… kannst ja mal schauen ob das was für dich ist. Ich habe früher viel mit Magix gearbeitet und finde das für Einsteiger eigentlich ganz passabel.
    Viele Grüße 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Hey 🙂
      Das ist echt lieb von dir, denn ich bin noch immer auf der Suche… Wobei ich es dann vielleicht doch nicht ganz so ernst mache, also ich würde nur für mich kurze Videos produzieren- und deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich dafür wirklich etwas bezahlen will. Ich schaue mir mal an, wie viel das so kosten würde, aber danke auf jeden Fall für deine Hilfe 🙂

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