Allgemein · Minimalismus

Minimalismus-Challenge: Teil 2

Hallo meine Lieben! Ehrlich gesagt hätte ich diesen Beitrag lieber schon viel früher geschrieben, aber ich habe die Challenge unterbrochen. Mir ging es nicht besonders gut (das ist schon ein bisschen her, könnt ihr aber hier lesen) und danach war ich irgendwie gestresst von dieser Challenge. Ich weiß nicht, wieso- sie war einfach da und ich habe sie unterbrochen und joa. Naja, dann habe ich wieder weitergemacht und deshalb kann ich euch jetzt die Ergebnisse der letzten Tage schildern (und ich bin schon viele Tage weiter, ich habe tatsächlich immer wenn ich Zeit hatte, vergessen, den Beitrag dazu zu schreiben *upsi*). Wenn ihr nicht wisst, wovon ich rede, könnt ihr übrigens in diesem Artikel hier nachlesen 🙂

Tag 6: Folge einem Morgenritual

bucht.jpgVor einiger Zeit, kurz nach der Geburt dieses Blogs, habe ich schon einmal einen Beitrag dazu geschrieben. Den könnt ihr hier nachlesen, aber seitdem hat sich bei mir ein bisschen im Kopf verändert…

Ich finde einfach, dass jeder eine Morgenroutine braucht. Und schon automatisch hat. Ohne würde man auch einfach nicht aufstehen. Wieso sollte man sich vor einem schreienden Ding, genannt Wecker, sagen lassen, wann man aufsteht? Ich glaube, dass es bei den meisten einfach eine Routine ist, weil es leider so viele Leute gibt, die nicht aufstehen, um etwas zu erreichen. Sie stehen auf, weil sie meinen, sie müssten.

eine Morgenroutine kann so aussehen, wie man sie sich halt vorstellt: Wecker klingelt, schnell fertigmachen, Frühstück schafft man nicht mehr, aus dem Haus rennen. Oder sie sieht so Youtube-mäßig aus: ausgeschlafen aufwachen, noch ein bisschen träumen, aufstehen, Maske auf die Haut machen, Obstsalat schnippeln, baden, schminken, aus dem Haus hüpfen.

Und ich sage euch eins: Beide sind nicht unrealistisch- weil es an dir liegt! Es ist allein deine Entscheidung, wie deine Morgenroutine aussehen soll! Nutzt du die Zeit zum Schlafen oder zum Baden? Deine Sache, also hör auf, dich zu beschweren! 

Was ich wirklich toll bei einer Morgenroutine finde, was auch in der Challenge vorgeschlagen wurde, ist irgendetwas, was einen von dem Stress ablenkt. Also nicht gleich E-Mails checken, sondern einfach mal etwas Entspannendes machen! Ob das Obstsalat schnippeln ist, sich zu dehnen, zu meditieren oder zu baden. Das ist Empfindungssache, aber dass wir aus dem Alltagsstress rauskommen sollten, ist wirklich ziemlich wichtig! Erinnerung: Sport ist auch immer gut 😀

Tag 7: Verkleinere deine Lese-Liste

bücher.jpgIch muss sagen, da hat mich die Challenge an einem sehr wunden Punkt getroffen. Es gibt Bücher, die mir absolut nicht gefallen. Und trotzdem will ich sie einmal ganz lesen- nur, um den Schenker nicht unglücklich zu machen… Und trotzdem habe ich mich zusammengerissen und habe alle Bücher, auf die ich mich nicht freue, von der Liste verbannt. Gleiches auch bei Blogs und Youtubern- Stichwort: Du bist, was du konsumierst, wobei mir das in den letzten Tagen (ich habe Ferien) leider nicht so leicht gefallen ist 😀 Da muss ich was verändern, sonst bin ich eindeutig zu viel am Handy oder am PC! Zusätzlich habe ich meine Pinnwände auf Pinterest minimiert und auch die Youtube-Playlist aufgeräumt. Denn ich habe wirklich viele dinge, die ich „später doch noch einmal brauche!“

Das tolle am minimieren der Lese-Listen ist, dass der Fokus wieder auf den tollen Dingen liegt! Und das ist so viel schöner, als wenn man in seiner Langweile irgendwelche dummen Videos schaut…

Tag 8: Verbringe mindestens 3 Stunden Zeit nur mit dir!

Okay, da muss ich ehrlich sein: Habe ich nicht durchziehen können… Ich hatte bis 4 Uhr Schule, wo man ja bekanntlich nicht einsam ist. Dann habe ich eine kleine Schwester und wohne bei meiner Familie- einsam sein? Haha, witzig… Ich habe aber mein Bestes gegeben und herausgekommen sind insgesamt etwa anderthalb Stunden- und ich muss sagen, ich liebe es, alleine zu sein. Wobei einsam sein für mich etwas anderes ist: einsam ist man, wenn man sich alleine fühlt, egal wie viele Leute neben dir stehen, deine Hand halten und dir Witze erzählen. Wenn man alleine ist, ist man einfach alleine, aber wenn man ein kreativer Mensch ist und sich selbst ziemlich dolle liebt, ist das wirklich sehr schön. Wenn es in Maßen passiert.

Weil sich aber eigentlich jeder Mal einsam fühlt, habe ich auch ein paar Tipps für euch:

  • Nehmt Einladungen an und verteilt sie! Gerade in Zeiten, wo man sich einsam fühlt, passiert es schnell, dass man sich zurückzieht und die anderen glauben, dass man kein Interesse mehr an ihnen hat. Und gerade wenn man keine Lust hat sollte man zu der Party gehen. Einfach, weil sich nur etwas ändern kann, wenn man selbst etwas ändert!
  • Sucht die Einsamkeit aktiv! Das klingt komisch, aber wenn man sie aktiv bestimmt, ist sie nicht mehr ungewollt. Und wenn man sich einsam fühlt, hat man sich irgendwie verändert- Zeit, sich neu kennenzulernen und sich zu sortieren 🙂
  • Erinnert euch daran, dass euer Wert nicht davon abhängt, wer euch mag! Fangt wieder an, euch selbst zu lieben ❤
  • Überwindet den Grund, wieso ihr einsam seid! Es gibt tatsächlich Gründe für Einsamkeit. Beispiel: Fehlende Selbstliebe, Angst vor der Öffentlichkeit, … Und wenn man diese Gründe überwindet, ist man so viel stärker!
  • Sucht euch Seelenverwandte! Damit meine ich keine Gruppe, die sich selbst bemitleidet. Meldet euch irgendwo an, wo ihr schon immer mal etwas lernen wolltet: Tanzkurs, Nähkurs, Badminton, Schwimmkurs, Chor, Wandergruppe,… Das muss nichts kosten, wird euch aber auf jeden Fall mit Leuten mit ähnlichen Hobbys zusammenführen. sucht aktiv den Kontakt mit Leuten, das wird euch aus der Einsamkeit katapultieren 🙂
  • Trotzdem finde ich es auch wichtig, wenn keiner dieser einfachen Tipps hilft, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn auch wenn Psychologen etwas belächelt werden- leider- können sie wirklich so viel helfen! Also hoffe ich, dass keiner, der diese Hilfe benötigt, davor zurückschreckt, nur weil es „komisch“ oder sonst etwas sein soll!

Tag 9: Verkleinere deine Kosmetiksammlung

parfüm.jpgNoch ein wunder Punkt bei mir. Zuvor sei gesagt, ich schminke mich lediglich mit Mascara, da ich mit meiner Haut zufrieden bin und sonst einfach zu faul bin 😀 Und trotzdem besitze ich ein Regal mit Kosmetiksachen: Badeschaum, Duschgel, Body-Lotions, Shampoos, Deos (okay, das ist eigentlich kleine Kosmetik, nur dummerweise habe ich so viele, dass ich es zu Kosmetik zähle. Ich bin ein Duftopfer…), Parfüms. Nichts davon habe ich selber gekauft (okay stopp, nichts außer die Deos), irgendwie bekommt man das von entfernten Bekannten zum Geburtstag geschenkt 😦 Und weil ich diese Dinge der Umwelt zuliebe nicht wegwerfen möchte, verteile ich sie jetzt langsam aber sicher an Freunde und Familienmitglieder und brauche sie auf.

Die Challenge hat aber eine gute Idee geliefert, wie man das wirklich relevante herausfiltern kann:

Man nehme einen Stift und ein Blatt Papier und setzte sich fern von jeglichen Kosmetikprodukten hin. Dann schreibt man alles auf, was man regelmäßig benutzt- aus dem Gedächtnis heraus. Und ihr werdet sehen, die 300 Lippenstifte die ihr vielleicht besitzt werden da nicht alle auftauchen, weil ihr sie nämlich gar nicht alle kennt 😀

Hier übrigens meine aktuelle Hautpflegeroutine, falls es jemanden interessiert:

  1. Abschminken: Mit diesen selbstgemachten Abschminkpads
  2. Gesicht mit Wasser waschen
  3. Reinigen: Mit einer selbstgemachten, hautfreundlichen Reinigung- wird es in nächster Zeit auch mal das Rezept zu gebe 🙂
  4. Mit Wasser erneut abwaschen
  5. Abtrocknen und Eincremen: Morgens mit Sonnencreme, weil die Sonne der Haut schaden soll- außerdem bekomme ich sonst rote Flecke auf den Wangen. abends mit einer Nachtcreme, Marke ist egal, hauptsächlich hautfreundlich 🙂

So, das war es- das ist eine minimalistische Hautpflegeroutine, oder? Viele reinigen ihr Gesicht auch nur mit Wasser, das mag meine Haut aber nicht so gerne.

Tag 10: Bis zum Mittagessen offline sein

offline tagFällt mir nicht wirklich schwer, ich bin eh in der Schule 😀 Das bringt euch ja jetzt nichts, von daher habe ich mir was anders überlegt:

Vielleicht kennt ihr ja meinen Beitrag zur perfekten To-Do-Liste… Hier möchte ich euch noch ein paar Dinge aufschreiben, die noch produktiver machen. Und nicht vergessen, man muss nicht immer produktiv machen 🙂

  • Verschafft euch einen Überblick über die Aufgaben der nächsten Woche. Schreibt alles auf einen Zettel und schreibt mögliche Abgabetermine direkt daneben.
  • Priorisieren und somit eine Reihenfolge überlegen
  • Nicht aufschieben… Dazu schreibe ich irgendwann (mal sehen ob ich es aufschiebe 😉 ) auch nochmal meine Tipps auf. Aber ganz ehrlich, fangt einfach an!
  • Teilerfolge visualisieren. Verdammt, merkst du eigentlich, was du leistest? Sei mal stolz auf das, was du schaffst- das motiviert zusätzlich, weiterzumachen.
  • Kein Multi-Tasking! Eine Aufgabe der Challenge, dazu spoilere ich also noch nichts 😉
  • Macht das Internet aus, wenn ihr es nicht braucht. Ja, da sind wir bei der aufgabe1 Es ist einfach so krass, was man schafft, wenn man kein Handy an hat!
  • Keinen Ort verlassen, ohne etwas mitzunehmen! Das hat eher etwas mit Ordnung zu tun, ist aber total produktiv.
  • Plant Pausen ein! Jaa, Pausen! Nach 90 Minuten produktiver Arbeit braucht man einfach eine Pause, um konzertiert weiterzumachen. 10 Minuten reichen meistens schon, danach kann man dann einen 2. Arbeitsblock starten. Das sollten allerdings maximal 2 sein. Ich finde auch die Pomodoro-Technik toll: 25 Minuten arbeiten und 5 Minuten Pause- das funktioniert, weil 25 Minuten so wenig klingen und man trotzdem viel dabei schafft!

 

Ich hoffe, ich habe euch mit diesem langen Beitrag nicht abgeschreckt- es ist tatsächlich der längste, den ich bisher geschrieben habe, glaube ich. Trotzdem hoffe ich, dass er euch helfen konnte 🙂 Eine Ankündigung muss ich noch machen: Morgen fahre ich für 1 Woche in den Urlaub- dort gibt es kein Internet, worauf ich mich wirklich total freue. Ich schaue mal, wie viele Beiträge ich vorschreiben kann, aber es wird hier nicht so viel von mir zu hören sein. Weil dieser Urlaub für mich wirklich Entspannung pur ist und ich tatsächlich den ganzen Tag zu tun haben werde, werde ich die Challenge noch einmal unterbrechen. Einfach, weil sie nicht zum Stressfaktor werden soll und weil ich sie machen will, nicht muss!

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und danke fürs Lesen!

 

 

 

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