Allgemein · Minimalismus

Minimalismus-Challenge: Die ersten Tage

Vor einigen Tagen habe ich ja beschlossen, die Minimalismus-Challenge zu starten. Heute war Tag 5, da ich doch nicht sofort anfangen konnte. Ich muss sagen, die Challenge macht Spaß und inspiriert, ist aber auch wirklich ein kleines bisschen Arbeit…

Tag 1: Einen Tag offline sein

offline tag.pngEhrlich gesagt dachte ich, dass ich größere Probleme haben würde. Am Tag zuvor habe ich ganz einfach den Flugmodus ins Handy gemacht und alle Stecker der Geräte, die ich oft nutze, gezogen. Dadurch wurde ich im Notfall noch einmal daran erinnert, dass ich ja meinen offline Tag habe… Und ich muss schon sagen, man schafft mehr. Man genießt seine Pausen um einiges mehr und sie fühlen sich auch länger an. Nach einer halben Stunde Arbeit mache ich immer 5-10 Minuten Pause. Meistens schreibe ich da bei WhatsApp mit Leuten und nach gefühlt 2 Minuten ist die Zeit auch wieder um. Eine richtige Pause ist das also nicht und ich habe gemerkt, wie viel länger der gesamte Tag ist, wenn man nicht noch kurz auf Youtube das eine Video schaut oder noch kurz die wichtige Nachricht schreibt! Ab jetzt werde ich mir 1 Tag im Monat nehmen, an dem ich komplett offline bin (und ja, ich habe das „offline“ sogar noch verstärkt durch: Kein Handy, keine elektronischen Geräte), außerdem möchte ich mindestens 1 Stunde am Tag, in der ich alleine bin, mein Handy und alles andere ausschalten. Dadurch werde ich einfach ruhiger und achtsamer und kriege mehr mit. Damit man das aber auch einhält, habe ich mir überlegt, welche Dinge man in dieser offline-Zeit machen kann:

  1. Lesen. Ich finde, es gibt kaum etwas ruhigeres als zu lesen. Mit einem Tee und einer Kuscheldecke kann ich echt abschalten und weil ich, wie die meisten anderen, viel zu wenig zum Lesen komme, kann ich diese Zeit bewusst fürs Lesen nutzen!
  2. Überraschungen planen. Durch Überraschungen erfreut man andere und durchbricht den langweiligen routinemäßigen Alltag. Ich möchte in Zukunft öfter Überraschungen planen, eine kleine Blume hier oder eine liebe Karte da. Kleine Dinge erfreuen andere doch am meisten und offline kann man seine Kreativität endlich richtig ausnutzen!
  3. Kochen. Ich weiß, wir alle kochen- gezwungenermaßen. Doch so richtig Zeit nehmen sich die allerwenigsten. Ich liebe es, neue und gesunde Rezepte auszuprobieren, die dann auch gerne über eine Stunde brauchen….
  4. Atmen. Klingt doof, aber man hört so oft, wie wichtig es ist, einfach mal zu atmen. Nicht gewollt, sondern einfach nur entspannt. Und dabei an die banalsten Dinge denken, die einen gerade beschäftigen. Egal was, einfach mal alles abschalten und auf seine Gedanken hören!
  5. Entdeckt eure Stadt. Noch komischer, aber verdammt interessant- ich will diesen Sommer auch einmal in die Touristeninformation meiner Stadt gehen und mir alle Flyer, die etwas über meine Stadt sagen, holen. Und dann los, alles neu entdecken. Wie kommt es denn, dass alle anderen Städte so besonders und wunderschön sind, während unsere Stadt meistens nur eine Stadt ist? Mein Lieblingsplatz ist leider in Schweden in einem botanischen Garten und da kann ich nicht immer hin. Deshalb will ich mir unbedingt einen tollen Platz in meiner Umgebung suchen, an dem ich abschalten kann und einfach glücklich sein kann!

Tag 2: Meditiere für mindestens 15 Minuten

meditation.jpgEhrlich gesagt habe ich schon manchmal diese 5-minütigen Meditationen ausprobiert. Die gefallen mir auch ganz gut, aber 15 Minuten waren schrecklich für mich. Ehrlich, ich war nervös, wusste nicht, was ich tun soll und habe mich einfach nicht wohl fühlen können. Für kurze und geführte Meditationen für Anfänger nutze ich die App 7Mind, die ich total empfehlen kann. Da wird einem Schritt für Schritt erklärt, wie man abschalten kann. Aber alleine kann ich das noch nicht und ehrlich gesagt möchte ich es auch nicht. Ich mag meine Gedanken und fühle mich wohl in dem ständigen Chaos. Wie schon oben beschrieben nutze ich das Atmen manchmal, um mich zu erden, oder ich dehne mich einfach. Das entspannt mich um einiges mehr und ich streiche die längere Meditation von meiner Liste… Ich finde, auch das ist eine gute Einsicht. Denn beim Minimalismus geht es schließlich darum, nur das zu behalten, was einen glücklich macht. Klar, man soll sich dadurch freimachen, aber da ich Alternativen gefunden habe, bin ich zufrieden mit meinem Ergebnis!

Tag 3: Miste digital aus!

digitales lebenDieser ganze Informationsstau, dem wir täglich ausgesetzt sind, sammelt sich total schnell an. Deshalb sollte man sich regelmäßig Zeit nehmen, um die Dinge im Netz zu hinterfragen. Besonders gerne mache ich das bei Autofahrten oder wenn ich irgendwo warten muss. Denn beim Ausmisten zu Hause bekomme ich schnell schlechte Laune vom Bildschirmstarren… Auf jeden Fall kann ich verschiedenste Dinge empfehlen, wie man digital abnehmen kann:

  1. Fotos löschen. Brauche ich das noch? Macht es mich glücklich? Schaue ich mir die Fotos überhaupt an?
  2. Aus Gruppen austreten. Die meisten Gruppen sind eh ziemlich unnötig und vergeuden nur die Zeit. Deshalb kann man ab und zu mal überlegen, wann diese Gruppe das letzte Mal sinnvoll war. Einen guten Beitrag hierzu hat auch Melli geschrieben, schaut mal bei ihr hier vorbei!
  3. Kontakte löschen oder zusammenführen. Ich habe so manche Kontakte öfter- die heißen dann Sarah, Sarah Neu, Sarah neue Nummer und Sarah ganz neu!- nur weil Sarah ständig eine neue Nummer hat. Außerdem existieren so viele namenlose oder unwichtige Kontakte, die man eh nicht mehr braucht! Deshalb gehe ich nach der Frage „Wann hast du diesen Kontakt das letzte Mal wirklich benötigt?“ Wenn mir die Zeit zu lange ist, oder ich mich nicht einmal erinnern kann, lösche ich den Kontakt einfach.
  4. Abos beenden. Ich klicke immer sehr schnell auf Abonnieren oder eben auf Folgen und bekomme dann ständig Nachrichten, dass xyz etwas Neues hochgeladen hat. Wenn ich aber mehr als 3 Wochen nicht mehr von Beiträgen inspiriert wurde (vorausgesetzt es wurde etwas hochgeladen) und ich auch sonst nie auf den Blog gehe, lasse ich das Folgen einfach wieder. Es befreit unglaublich!
  5. Startseite ordnen. Na, wie viele Lesezeichen habt ihr? Was wollt ihr euch alles noch mal später anschauen? Ich hatte da ganz schön viel unnötiges Zeug, was alles wieder gelöscht wurde. Die wichtigen Dinge kamen in Ordner und so habe ich kein Chaos mehr. Und ein guter Tipp, wie man auch die Seiten mit guten Tipps entfernen kann: Ich führe seit kurzem ein Notizbuch, in das ich alles reinschreibe, was mich inspiriert oder was mir hilft. Denn wenn alles an einem Ort ist, schaut man da auch viel schneller mal rein!
  6. E-Mail. Ich habe 2 E-Mail-Adressen. Die eine ist für diesen Blog hier nun alles, was damit zu tun hat. Die andere ist für privates und dringenderes. So habe ich diese Verzweigung gleich aufgehoben und keinerlei Probleme, die Informationen zu filtern. Zusätzlich empfehle ich wirklich, Ordner für wichtige Mails zu führen und die unwichtigen sofort zu löschen. Denn wenn man es nicht jetzt macht, tut man es nie! Und wenn man über 3 Adressen für Mails hat, ist es auch durchaus praktisch, einiges zusammenzuführen!

Tag 4: Beklage dich nicht über kleine und unwichtige Dinge!

Gut, das sollte man sowieso nie machen. Ehrlich gesagt ist mir dieser Tag ziemlich leicht gefallen und ich habe kaum etwas dazu zu sagen (und das kommt selten vor 😉 ). Wer mag, kann sich ja mal hier meinen Beitrag zum Optimismus durchlesen, wenn man nach diesen Ansichten lebt, beschwert man sich automatisch nicht mehr!

Tag 5: Prioritäten setzten!

Das ist ein wichtiger Punkt und ich finde es so wichtig zu sehen, wie wichtig einem bestimmte Sachen sind. Um das zu sehen sollte man sich am besten Papier und Stift schnappen und überlegen, womit man die meiste Zeit verbringt. Und muss man damit die meiste Zeit verbringen oder hat man das aktiv entschieden? Wenn man nämlich Prioritäten gesetzt hat, ist es viel einfacher, sich zu fokussieren und zufriedener mit seinen Ergebnissen zu sein- weil man nämlich weiß, was man braucht! Ich habe mir einfach alle Dinge aufgeschrieben, die ich über den Tag verteilt tue. Anschließend von 1-5, wie wichtig mir diese Sachen sind und zuletzt, ob sie mich wirklich weiterbringen (in Form von Bildung, Glück oder Freude). Danach habe ich mir Möglichkeiten überlegt, wie ich diese Dinge vermehrt in meinen Alltag einbauen kann, um langfristig einfach zufrieden mit dem zu sein, was ich  über den Tag so tue.


 

Wow, das war jetzt ganz schön viel, was ich zu den ersten 5 Tagen sagen konnte! Mal sehen, ob ihr durchgehalten habt 😉 Wenn ihr mögt könnt ihr mir ja noch eure Erfahrungen und Tipps in die Kommentare schreiben. Habt einen tollen Tag ihr Lieben ❤

Advertisements

8 Kommentare zu „Minimalismus-Challenge: Die ersten Tage

  1. Ausmisten finde ich in jeder Hinsicht immer sehr befreiend. Egal ob digital oder „real“.

    Und einfach mal offline sein, ist auch immer sehr heilsam. Wobei mir das meistens auch ganz gut gelingt solche Zeiten einzubauen.

    Gefällt 1 Person

    1. Hey, dankeschön! Weil ich die auch ganz interessant finde, werde ich sie wohl danach noch für mich privat machen 😉 Das ganze wird wohl niemals aufhören, weil es so viele inspirierende Challenges gibt 😉 Aber dafür tut man täglich etwas Neues…

      Gefällt 1 Person

      1. Ich denke auch, man findet überall wieder neue Ideen, wie man weitermachen kann. Herrlich eigentlich – und wenn man durch ist, kann man mit manchen Punkten auch wieder von vorne beginnen (z.B. überprüfen ob genug minimalisiert wurde – manchmal traut man sich in der ersten Runde ja noch weniger). 🙂

        Gefällt 1 Person

Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn du Lust und Zeit hast!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s