Allgemein · Gedanken · Glücklicher werden · Persönlichkeitsentwicklung

Was den Optimismus wirklich ausmacht und wie wir endlich auf der Sonnenseite leben können

Na? Wie genießt ihr die Sommertage? Ich bin einfach glücklich… Passend dazu schreibe ich heute über Optimismus. Denn heutzutage haben wir eine feste Idee vom Glücklichsein: „Die Leute, die optimistisch denken, sind immer die Glücklichen. Deshalb muss ich also immer das Gute sehen und auch bei einem gebrochenen Bein zufrieden sein, mir nicht noch mehr gebrochen zu haben!“

Naja, fast. Weil Optimismus für uns Menschen einfach erstrebenswert ist, habe ich mich ein wenig darüber informiert und bin zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen. Optimismus ist nämlich ein bisschen anders, als wir denken….

optimismus.jpg

Grundsätzlich ist Optimismus kein Zustand, sondern ein Charakterzug– es ist also in unserer Persönlichkeit verankert, wie positiv wir die Welt wahrnehmen. Trotzdem kann man das selbst aktiv verändern, da Optimisten das Glück einfach passiert, während Pessimisten stundenlang auf das Glück warten. Doch als Optimist betrachtet man die Welt nicht immer durch die rosarote Brille und freut sich über jede Sache- viel mehr geht es darum, stets darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Es geht also nicht darum, dass alles toll ist, sondern darum, mit allem fertig zu werden.

Wenn wir uns gerade an gute Dinge erinnern, werden wir automatisch optimistischer. Dadurch erinnern wir uns an noch mehr gute Dinge und so geht das weiter. Ein Teufelskreis also, der auch für Pessimismus funktioniert. Als Trick kann man also sagen, dass man sich an schlechteren Tagen an tolle Dinge erinnern muss, um auch langfristig die Sicht aufs Positive zu bekommen. Ein weiterer wichtiger Punkt liegt darin, eine feste Überzeugung zu haben. Denn wenn wir von Gutem überzeugt sind, blendet das Gehirn das Schlechte automatisch aus. Darüber habe ich auch schon einmal hier geschrieben.

Außerdem können wir uns selbst ziemlich verarschen. Ich denke, wir alle kennen das Beispiel von dem Mann, welchem Krebs diagnostiziert wurde. Die Ärzte meinten, er habe nur noch einige Wochen zu leben. Innerhalb dieser Zeit starb er, doch als er tot war, konnten die Ärzte keine Anzeichen auf Krebs erkennen: Er war also an seiner Einbildung gestorben! Deshalb sollten wir alle versuchen, unsere Einbildung von schlechtem abzulenken (So etwas wie „Ich bin unglücklich…“) und so weit es geht abzuschalten.

Für Freude ist unter anderem unser Lustzentrum zuständig. Das verleiht uns einen kurzweiligen Glücksmoment, wenn wir ein Stück Kuchen essen oder unser Lieblingslied hören. Der Grund für Depressionen ist übrigens keineswegs, dass das Lustzentrum nicht richtig funktioniert. Viel mehr wird der Glücksmoment verkürzt, wodurch er weniger Gewichtung trägt. So, zurück zum Lustzentrum: Insgesamt verspüren wir alle den Antrieb, das Stück Schokolade zu essen oder uns in die Sonne zu legen. Dafür ist ebenfalls das Lustzentrum zuständig, doch der Antrieb ist von Person zu Person unterschiedlich. Optimisten verspüren einen sehr großen Antrieb, sind risikofreudiger und bereit, sehr viel für den kurzen Glücksmoment zu geben. Woran wir also arbeiten können, ist, mehr Antrieb für Glück zu bekommen. Jedoch sollte man stets bei seinen Gefühlen bleiben und sich nicht in extreme Angstsituationen begeben…

Gleichzeitig weiß der Optimist aber auch, dass er sein Schicksal in der Hand hat und etwas dafür tun muss. Es geht also darum, nicht zu denken, sondern zu tun! Demnach sind Optimismus und positives Denken 2 verschiedene Methoden zum positiveren Leben.

Allerdings gib es immer noch den unrealistischen Optimismus, den wir auch als Naivität kennen. Tatsächlich besitzen ihn 95% der Menschen, da er überlebenswichtig ist. Er gibt uns die Motivation, uns nicht im Bett zu verkriechen. Zum Beispiel erwarten die meisten Menschen, dass sie erfolgreicher sind, als der Durchschnitt. Nur witzig, dass das eigentlich alle Menschen denken, oder? 😉 Aufgrund dieser Art vom Optimismus fühlen sich die meisten Menschen auch glücklich, obwohl sie laut Forschungsmethoden vielleicht gar nicht so glücklich sind, wie sie sich geben. Doch Fakt ist, dass uns das hilft und gewissermaßen auch eine Überzeugung ist!

Insgesamt hat der Optimismus mehrere Vorteile: Man fühlt ich gesünder, ist motivierter, sein Leben anzugehen und hat ein höheres Wohlgefühl. Außerdem lebt man durch eine optimistische Lebensweise etwa 10 Jahre mehr! Zusätzlich erhält man durch Optimismus einen erweiterten Blick uns hat so mehr Ideen, ein Problem anzugehen. Schon wieder ein Teufelskreis: Der Optimist will seine Probleme schnell selbst lösen und kann dies auch besser, da er durch seine Einstellung kreativer ist. Dadurch ist es etwas schwerer, von außen in diesen Strudel einzutauchen, aber mit einem mutigen Sprung ist das schnell geschafft…

Außer dem aktiven Handeln ist der Optimist generell überzeugt, die größte Kontrolle zu haben, während beim Pessimisten anscheinend alle anderen mehr Kontrolle haben. Es hilft also, sich klarzumachen, wie viel Entscheidungsfreiheit man selbst hat! Auch wenn diese Kontrolle oft Naivität gleicht, unterstützt es den Menschen, glücklicher zu sein. Viele denken sicherlich, dass sie ihre Kontrolle realistisch einschätzen, aber was ist besser: Den Lottoschein selbst ausfüllen, oder den Computer wählen zu lassen. Ich würde auch mit Sicherheit mich selbst wählen, obwohl die Wahrscheinlichkeit genau gleich ist!

 

Ich würde mich mittlerweile schon als Optimist bezeichnen, und ihr? Wenn ihr noch Bemerkungen oder ähnliches habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar schreiben- ich habe keine Psychologie studiert und bin für eure Meinung dankbar 🙂 Morgen schreibe ich noch darüber, wie man wirklich glücklicher wird. Also aus psychologischer Sicht… Habt einen tollen Tag und nehmt euer Leben in die Hand! ❤

Advertisements

6 Kommentare zu „Was den Optimismus wirklich ausmacht und wie wir endlich auf der Sonnenseite leben können

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag! Er zeigt mir sehr schön auf, dass ich etwas mehr daran arbeiten sollte optimistischer durch das Leben zu gehen. Wenn einem der Charakterzug nämlich nicht gerade angeboren ist kann das ziemlich schwierig sein. Hast du mir vielleicht Tipps, wie man das lernen kann? 🙂

    Liebe Grüsse
    Pascale

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Pascale! Dankeschön für deinen Kommentar, ich schaue auch gleich mal bei dir vorbei 🙂

      Ich würde sagen, dass es einen Weg zum Optimismus gibt, und sobald du entschieden hast, optimistischer zu werden, hast du den ersten Schritt gemacht! Fordere dich bewusst bei Durchhängern wie „Das schaffe ich eh nicht“, „Das liegt an den anderen“ oder „Ich kann nicht, weil xyz ist…“ zu hinterfragen. Kannst du wirklich nicht? Doch kannst du, weil du nämlich dein Leben entscheiden kannst! Wenn man sich ständig hinterfragt, ob man nicht doch noch etwas mehr verändern könnte und alles noch besser machen kann, wird man irgendwann ganz automatisch zum Optimisten. Es passiert einfach und plötzlich sprechen dich alle darauf an und fragen dich, wie du so optimistisch sein kannst!
      Außerdem kannst du versuchen, bewusst das schöne der Welt wahrzunehmen und somit automatisch in den Strom des Optimismus zu rutschen. Denk dran, alles wird gut und in Wirklichkeit dreht sich die Erde immer weiter, auch wenn mal irgendein Problem da ist. Und dann kannst du als Optimist ja einfach auf Superheld tun und schwupps gibt es kein Problem mehr 😉

      Hoffentlich konnte ich dir helfen, wenn du noch Fragen hast, schreib mir gerne!
      Liebe Grüße und hab noch einen schönen Tag!

      Gefällt mir

Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn du Lust und Zeit hast!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s