Allgemein · Persönlichkeitsentwicklung

Was erwartest du schon?

Neulich musste ich mit dm Fahrrad an einer Ampel warten (passiert selten, normalerweise bin ich so schnell, dass mich keiner sieht- nicht.) und schon wieder kam diese unnötige Situation auf. Ich weiß, es ist total lächerlich, aber ich hasse es: Es gibt einen Rechtsabbiegerpfeil, aber trotzdem biegt keiner ab- alle warten auf grün. Das lustige ist, dass ich mich eigentlich nur für sie ärgere, denn sie müssen extra lange an der Ampel warten. Jaja, ich bin schon komisch 😀 Aber genau dieser Moment hat mich zu dem Beitrag inspiriert. Denn in Wirklichkeit würde jeder rechts fahren, wenn er den Pfeil sieht. Wieso sieht er ihn nicht? Weil er ihn nicht erwartet. Und das ist der Punkt.

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Keiner ist frei von Erwartungen und das ist in gewisser Weise sicherlich auch ganz gut, weil es einen unglaublich motivieren kann. doch gleichzeitig gibt es da ein großes Problem. Nehmen wir mal an, Heinz ist der festen Überzeugung, dass Gabi nicht einparken kann. Das Frauen generell nicht einparken können. Sobald Gabi einen Fehler macht, fühlt er sich in seiner Meinung bestätigt und ist sich noch sicherer, dass Frauen nicht einparken können. Und wenn Gabi gut einparkt? Das ignoriert Heinz- nicht einmal bewusst, sein Gehirn filtert es einfach aus! Es ist also ein ewiger Teufelskreis, weil sich das ganze immer mehr hochschaukelt. Tim, der der Meinung ist, dass Frauen viel sauberer einparken können, würde in genau den gleichen Situationen folgendes bemerken: Gabi hat heute mal wieder toll eingeparkt! Unsere Erwartungen bestätigen sich meistens automatisch…

An der Ampel ist es genau das gleiche: wir erwarten, dass die Ampel entweder grün oder rot ist. Wir fokussieren uns dann nur auf die Ampel und sehen den Pfeil nicht.

Das Optimum ist es natürlich, frei von Erwartungen zu sein. Denn Erwartungen bedeuten auch schnell Druck. Und Druck ist nie gut!  Ohne diese Erwartungen fühlen wir uns also leicht, leicht, leicht! Weil wir eben nichts aussortieren müssen und die Welt ungefähr so sehen können, wie sie ist! Außerdem müssen wir keinem etwas beweisen… Es ist sicherlich schwer, dorthin zu kommen, aber ich finde, dass es das wert ist: Wir verpassen weniger und kriegen mehr mit. Ziele sind übrigens keine Erwartungen, sondern einfach Ziele, die man erreichen will. Erwartungen muss man erfüllen. Und das ist der große Unterschied! Hör auf, dir zu sagen, dass du etwas erreichen musst. Weil es nicht stimmt. Du musst ein glückliches Leben erreichen, sonst gar nichts. Diese Erwartungen sind unnötig, weil sie uns nicht einmal motivieren. Eher demotivieren sie, so nach dem Motto „Schaffe ich eh nicht“.

Und deshalb sage ich dir jetzt, dass du sofort, wenn sich eine Erwartung in dir einnisten will, alles entspannst. Die Erwartungen wollen sich nämlich festbeißen, aber wenn du so locker bist, rutschen sie einfach ab. Der Rest, der trotzdem bleibt, wird einfach in ein Ziel umgewandelt. Nicht „Ich muss 85% in der Prüfung bekommen, sonst…“ sondern „Ich werde jetzt so viel lernen, dass ich auf jeden Fall 85% in der Prüfung bekomme!“

Erwartungen von außen können dir total egal sein, weil es deren Bier ist und nicht deines. Deshalb kann man sie einfach belächeln oder ignorieren und allen zeigen, wie gut man ist! Und sollte doch einmal der Fall eintreten, dass es absolut nicht geht, frei von Erwartungen zu sein, dann drehe sie dir positiv! Denn in dem Teufelskreis oben hat man ja schon gesehen, dass einem dann automatisch positives begegnet. Erwartungen wie „Die Ampel wird bestimmt gleich grün“ werden dann entweder ignoriert, oder erfüllt.

So einfach ist das nämlich mit den Erwartungen. Und jetzt frage ich dich: Was ist wichtiger? Erwartungen und Druck zu haben, oder fröhlich und entspannt zu sein?

Liebe Grüße  und einen glücklichen Tag ❤

 

 

 

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4 Kommentare zu „Was erwartest du schon?

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