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Meine Meinung zum Wirbel um das Abnehmen und Essen

cleaneating.jpgEssen. Viel mehr als nur ein Grundbedürfnis. Heutzutage zieht schon allein das Wort einen breiten Fächer mit sich: Ernährungswissenschaften, Diäten, selbst die Selbstliebe ist damit oft verbunden! Doch wieso wird Essen heutzutage sogar oft mit einem schlechten Gewissen in Verbindung gesetzt?

 

 

Laut Definition dient Essen hauptsächlich der Energiezufuhr. Klar, Essen ist unser Kraftstoff und wir sind das Auto. Um ordentlich schnell fahren zu können, brauchen wir auch genug Kraftstoff! Doch es geht noch darüber hinaus: Essen ist auch zum Genießen da. Laut einigen Wissenschaftlern ist das die 2. Hauptaufgabe vom Essen! Darüber kann man sich zwar streiten, doch das das Essen trotzdem etwas Gutes bleibt, ist klar. Trotzdem haben viele Leute nach dem Essen ein schlechtes Gefühl. Sie halten ihre Diät nicht durch oder meinen, zu viel gegessen zu haben. Ich finde, dass das Wichtigmachen des Essens großer Quatsch ist – klar, man sollte sich mit dem Thema auseinandersetzten und sich gesund ernähren. Doch trotzdem finde ich die ganzen Nahrungsergänzungsmittel und Diäten ziemlich absurd!

Es fängt schon damit an, dass viele sich von der Waage ein Feedback wünschen. Eine Freundin von mir informiert sich beispielsweise regelmäßig über ihren Body-Mass-Index  und macht sich Gedanken, wenn dieser gestiegen ist. Mit der Waage finde ich es noch schlimmer: Diese gibt lediglich unser Gewicht an, was ja nun wirklich wenig aussagt. Wenn man die Aussage „Ich wiege 70 Kilo, bin ich dick?“ auf einem weißen Papier sieht, kann man schließlich auch nicht eindeutig antworten. Klar, für 1,50 m wäre das eher mehr, doch für einen 2 m Mann ist das viel zu wenig! Daran sieht man also, das alleine eine Zahl nicht ausreicht, um den Körper bestimmen zu können. Deshalb kann jemand, der durch Krafttraining abnehmen möchte, auch manchmal kaum Veränderungen der Zahl sehen, denn Muskeln wiegen mehr als Fett, wodurch das Gewicht zwar gleich bleibt, sich die Anteile jedoch stark verschieben!  Die Waage und auch andere Dinge zeigen also lediglich Zahlen, die uns nicht sagen können, ob wir einen gesunden Lebensstil haben!

Und trotzdem haben so viele Leute Probleme mit der Figurenfrage. Bin ich denn jetzt dick? Meine Antwort ist darauf meistens nein, aber wenn du dich unwohl fühlst, verändere was! Wer hat uns den Quatsch in den Kopf gesetzt, dass jeder Kleidergröße 34 haben  muss? Verdammt, es gibt doch andere Gene, manche haben einen muskulöseren Körperbau und bei anderen sieht man das Fett einfach nicht. Na und? Man muss nicht mager sein, um hübsch zu sein. Dazu schreibe ich ganz bestimmt auch noch einmal etwas!

Viele Leute fühlen sich aber auch gar nicht dick in ihrem Körper, sondern einfach nur unwohl – ich hatte das bis vor einem Jahr auch. Nach dem Essen war ich schlapp und müde (leider manchmal immer noch) und zwischendurch hatte man Heißhunger. Doch da kann man natürlich auch etwas gegen tun. Das wichtigste, was ich gelernt habe, ist auf mich zu hören. Zum einen esse ich dadurch solange, bis ich satt bin, auch wenn ich über meine normale Portion hinaus bin. Außerdem esse ich, wenn ich Hunger habe – und zwar keinen „Langeweile – Hunger“, sondern richtigen. Wenn ich dann mal Appetit auf Schokolade habe, esse ich sie. Einfach, weil dadurch Heißhunger vermieden werden kann (Keine Sorge, dazu kenne ich mich auch ein kleines bisschen aus und ich weiß, dass es nicht nur daran liegt. Doch eigentlich weiß mein Körper ganz gut, was ich brauche, weshalb es bei mir völlig ausbleibt). Dadurch, dass ich mir alles in Maßen erlaube, bleibt auch das schlechte Gewissen weg. Zudem habe ich 1 ganzes Jahr unbeabsichtigt auf Schokolade verzichtet, einfach weil ich keinen Appetit hatte! Wichtig ist außerdem, ohne Ablenkung zu essen: Handy weg, sondern einfach 15 Minuten entspannen!

Alles in allem kann ich einfach nur sagen, dass mir der ganze Wind um das Abnehmen ziemlich auf den Keks geht. Ich interessiere mich total für Ernährung und gerne kann ich dazu auch manchmal hier was schrieben, aber man muss doch nicht immer mager sein, um gesund zu leben! Viel wichtiger als das Abnehmen ist nämlich die Art der Ernährung und die Gesundheit, die durch das Essen kommt – hinter solchen Themen stehe ich vollkommen und dagegen habe ich auch nichts, doch wenn meine Freundin mir wieder von ihrem gestiegenen BMI erzählt, kommt es mir schon falsch vor, was in unserer Gesellschaft abläuft!

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6 Kommentare zu „Meine Meinung zum Wirbel um das Abnehmen und Essen

  1. Ich danke dir für diesen ehrlichen und schön geschriebenen Text. Gerade im Frühjahr steigt dieser Wahn ums „richtige Essen“ und ums Abnehmen ja wirklich explosionsartig an. Ich fühle mich dann immer schon ein wenig veräppelt. Klar, ich habe durch meine Essstörung ohnehin schon eine ziemlich sensible Sichtweise auf dieses Thema, aber wenn sogar mir das Thema Essen langsam gehörig auf den Sack geht… Dann läuft hier wirklich etwas schief. Da freue ich mich riesig, dass es noch Menschen wie dich gibt. Danke!

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    1. Genau deshalb wollte ich das hier mal ansprechen! Meine ganzen Freundinnen gehen da voll mit und Essstörungen sind halt echt kein Spaß! Ich mag diesen Spruch hier ganz gerne: Wie man eine Bikinifigur kriegt? – Bikini an und fertig!
      Danke für deinen lieben Kommentar und viele Grüße 🙂

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  2. Sehr schön geschrieben! Und du hast völlig Recht, es ist eigentlich bizarr. Schuld daran sind eigentlich die Normierungen, die irgendwann einmal Wissenschaftler gesetzt haben. „Bei 1,70 bist du mit einem BMI von 25 übergewichtig!“ Was soll das überhaupt heißen? Das sind nur Zahlen, die irgendjemand einmal als Norm gesetzt hat. Über den individuellen Menschen und dessen Empfinden von Gesundheit und Wohlergehen hat das nur sehr wenig zu tun.

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